Und wieder einmal geht es heute um die BILD Zeitung. Besser gesagt um den Ratgeber “Psst, BILD verrät 5 Dinge die angeblich schon jeder kann“. Wenns schon jeder kann, warum dann zeigen wie es geht. Aber das ist ein anderes Thema.
Themengebiete diesmal:
1.So verkaufen Sie einen Kühlschrank bei Ebay
2.So berechnen Sie eine Fahrtroute bei Google
3.So laden Sie eine CD auf Ihren MP3-Player
4.So kaufen Sie Musik im Internet
5.So verschicken Sie Fotos von Ihrer Digitalkamera als E-Mail
Zum 1. Punkt kann nicht viel meckern, eBay ist die meistgenutzte PLattform für Aktionen im Internet, daher ist das legitim.
Beim 2. Punkt wird schon etwas komischer, Bild erklärt, wenn auch richtig, wie man bei maps.google.de eine Route berechnet. Aber warum ausgerechnet Google Maps, ich bin zwar kein Google Gegner wie aufmerksame Leser wissen sollten, aber es gibt soviele Gute Map Dienste die doch ein paar mehr Funktionen bieten, als der durchaus brauchebare Dienst von Google.
So und nun gehts zu Punkt 3. Hier wird erklärt wie Musik von der CD auf den MP3 Player gespielt werden kann. Oder besser gesagt auf dem iPod. Ich habe selber einen, also bin ich auch hier neutral. Aber warum ein Ipod. Auch wenn er einer der Beliebteren Player ist, repräsentiert er nicht den Massenmarkt. Ich glaub nicht mal 10% aller MP3 Player sind Ipods. Und wenn es um Ipods geht, kann ITunes ja nicht weit sein. In diesem Abschnitt wird, auch diesmal richtig, erklärt wie das ganze mit Itunes funktioniert. Es wird aber verschwiegen, das man zum Download eine eMail Adresse angeben muss. Und das man das völlig sinnlose Quicktime mitinstallieren muss, wird auch grosszügig verschwiegen. Was mich etwas missmutig gestimmt hat war Folgende Zeile:
Stecken Sie Ihren Ipod oder MP3-Player* (nicht alle sind mit iTunes kompatibel) mit dem dazugehörigen USB-Kabel* an Ihren Computer an. Er wird danach in der linken Spalte von iTunes unter „Geräte“ angezeigt.
Den das stimmt nicht, Apple hat seine Software so Programmiert, das NUR Apple Geräte richtig von der Software erkannt werden, andere Geräte werden nicht, oder nur über für Laien umständliche Wege, erkannt. Dieser Hinweis fehlt.
Ab gehts zu Punkt 4. Hier wird auch wieder auf iTunes zurück gefriffen und erklärt wie man im Apple Music Store Musik kauft. Als ich bei diesem Absatz war, kam mir irgendwie die Frage ob Apple die Werbung bei BILD bezahlt hat.
Punkt 5 war dann wieder neutral und richtig erklärt.
Wie gesagt ich habe nichts gegen Apple und seine Angebote, genau wie Google, weil ich beides Intensiv nutze. Was mich aber gestört hat, das diese Tipps die jeder kennen sollte so gezielt auf gewisse Angebote gestrickt war. Es gibt im Internet hunderte Alternativen und Möglichkeiten Musik aus dem Internet legal zu bekommen, oder seinen NoName MP3 Player mit Musik zu bestücken. Ich finde bei jedem Punkt hätte mindestens eine Alternative Quelle oder Internetseite genannt werden müssen um den Artikel neutral zu halten. Vielleicht sogar eine Gute Open Source Alternative für Itunes u.ä.
Teilweise fand ich den Artikel sogar etwas überflüssig. Zumindest Punkt. 3 und 5. Denn wer hat schon einen Mp3 Player oder eine Digitalkamera und weiss nicht wie er Bilder von der Cam und Musik auf den Ipod bekommt.
Naja vielleicht seh ich die Sache etwas anders weil ich mich in der Materie auskenne, aber für Otto Normal User sollte der Artikel etwas allgemeiner geschrieben sein.