Symms Preview Ecke: “Tödliches Kommando”

Toedliches-Kommando-Plakat

Die Handlung: (www.kino-zeit.de)

Sommer des Jahres 2004 – offiziell ist der Irak-Krieg bereits seit mehr als einem Jahr beendet. Doch davon merken die US-amerikanischen Besatzungstruppen wenig, immer wieder erschüttern Bombenanschläge den Alltag der irakischen Hauptstadt. Aus dem Krieg ist längst ein zermürbender Straßenkampf gegen einen unsichtbaren Gegner geworden.
Besonders gefährlich lebt dabei das Team Bravo, eine US-Spezialeinheit, die immer dann zum Zuge kommt, wenn irgendwo eine Bombe entdeckt oder vermutet wird. Kaum ist der Bombenentschärfer Matt Thompson (Guy Pearce) bei einer Detonation ums Leben gekommen, steht auch schon ein Ersatzmann bereit, um die gefährliche Arbeit weiter zu führen. Doch der neue Kommandeur der Bombenräumkommandos sorgt bei seinen Untergebenen, dem Geheimdienstmann Sanborn (Anthony Mackie) und dem Scharfschützen Eldridge (Brian Geraghty) für Verwirrung. Denn Sergeant William James (Jeremy Renner) ist ein Draufgänger, ein Gefahrensucher, der schon mal seinen imposanten Schutzanzug ablegt, weil er es beim Sterben wenigstens bequem haben will. Doch wenn die Todesgefahr und die Bedrohung zu einem Dauerzustand wird, dann hat das auch Folgen für die Psyche der Männer, die sich tagtäglich dem enormen Druck aussetzen, bei jedem Fehler, den sie machen, jeder menschlichen Regung, die sie zeigen, in die Luft zu fliegen … man spürt es als Betrachter hautnah: jeder dieser Männer ist im Prinzip ganz auf sich alleine gestellt, reagiert situativ völlig unterschiedlich, zeigt Nerven in einem bösen Spiel, das man kaum gewinnen kann.

Meine Meinung:

Heute kam nach langer Zeit mal wieder ein Kriegsfilm. Ich liebe ja eigentlich solche Filme wie Jarhead (einer meiner Liebslingsfilme), Full Metal Jacket oder Appokalypse Now. Dieser Film soll laut Kritiker und Kinobesitzer ein spannender, sehr realitätsnaher Kriegsfilm sein, der teilweise einer Dokumentation ähnelt. Gut dem kann man nicht unbedingt wiedersprechen. Leider ist er nicht so interessant wie er klingt. Das mag vielleicht daran liegen das er mehr auf Realität als auf Action setzt. Das ist halt nicht jedermanns Geschmack, meiner ist es leider nicht. So gingen die relativ langen 2 Stunden auch ziemlich langsam rum. Was mich an dem Film gestört hat war, das auf die einzelnen Charaktere ziemlich wenig eingegangen wurde. Man hat ihre Taten gesehen, aber nicht die Hintergründe, erst in den letzen 15 Minuten erfährt man warum Sergeant Williams so ein Draufgänger ist. Das macht den Film etwas unberechenbar.

Rein von der Filmtechnik und der Kameraführung und Schnitt ist nichts gegen den Film zu sagen. In den Momenten der Bombenentschärfung fiebert man schon etwas mit. Aber das reicht leider nicht für eine gute Empfehlung von mir. Was wir uns aber manchmal im Film gefragt haben, hatten es die Menschen im Irak vor oder nach dem Krieg besser. Gut es ist nur ein Film, aber die Schicksale der Soldaten und der normalen Bürger bringen einen schon zum Grübeln. Wenn man sich einen Film über die Schicksale des Krieges ansehen möchte rate ich doch eher zu Waltz with Bashir.

Meine Wertung 3/10

Euer Mann an der Leinwand Symm

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