Von Bloggern für Blogger?

Heute Abend habe ich mal meine allabendliche Runde durch meinen Feed Reader gemacht und da ist mir irgendwie etwas aufgefallen. Ein großes Thema in vielen Blogs ist z.B. das Blogroll, also die Links zu anderen interessanten und freundschaftlich Verbunden Blogs. Und irgendwie habe ich das Gefühl das die meisten Blogger FÜR andere Blogger ihre Blogs betreiben. Große Blogs wie z.b Kopfschüttler.de, Bildblog.de oder der GoogleWatchBlog sind sicherlich Blogs für die Allgemeinheit, aber wie steht es mit den kleinen wirklich privaten Blogs, die den Großen Teil meines Feed-Readers ausmachen. Irgendwie sind die meisten Kommentaroren selbst Blogger.

Bedeutet das also das wir nur für uns Bloggen? Oder ist dass das eigentliche Ziel vieler Blogger? Ich denke mit dem Twitter wurde für viele Blogger ein großer Schritt in die Öffentlichkeit gewagt, wenn man dort seine Beträge Twittert, aber sonst? Was ist euer Ziel mit euren Blogs? Wollt ihr die breite Masse der Surfer mit euren Artikeln erreicht oder reicht euch Blogroll/Twitter Follower.

Ich bin mir da selbst nicht genau sicher was ich mit dem Blog erreichen will. Ich denke viel Beträge sind ja auch für die Allgemeinheit geschrieben, aber erreichen sie diese auch? Manchmal Bezweifele ich das. Manchmal kommen mir die Blogs wie ein Riesiges Forum vor. Die Beträge sind nicht auf einer Zentralen Homepage sondern in den Eigenen Blogs und durch Artikel und Blogroll verlinkt. Aber dieses Forum scheint nicht immer öffentlich zugänglich zu sein. Für die Anmeldung reicht schon ein eigener Blog oder Twitter Account.

Wie schätzt ihr eure Blogs und Besucher ein? Sind diese alle Selber Blogger? Oder meint ihr eine gewisse Öffentlichkeit zu erreichen.

Mein Wort zum Sonntag Mittwoch

Euer Symm

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6 Responses to Von Bloggern für Blogger?

  1. Also mein Blog ist ja noch relativ neu. Ich bin natürlich froh über jeden Kommentar. Diese sind am Anfang knapp gesäht, was aber nicht schlecht sein muss. Ich denke da leider mit Horror an die alten TVBlogger.de Zeiten zurück. Am Ende hatten wir die Kommentare nämlich gar nicht mehr unter Kontrolle und haben die Moderation größtenteils aufgegeben. Von daher bin ich eigentlich froh, wenn man ein Blog nur eine überschaubare Zahl an Lesern erreicht, denn mehr Leser bedeutet auch deutlich mehr Stress für den Blogbetreiber. Leider gibt es da auch sehr viele schwarze Schafe.

    Ansonsten schreibe ich natürlich nicht nur für mich und freu mich trotzdem wenn mein Blog gute Zahlen erreicht. Beim “Schlag den Raab”-Blogging hatte ich an einem Abend 2200 Visits. Der absolute Rekord. Ansonsten krebse ich momenten zwischen 30 bis 100 Visits herum. Ein bisschen Bestätigung braucht man ja auch, die kommt schließlich nicht nur durch die Kommentare. Solange ich feststelle, das auf jedenfall einige Leute meinen Blog besuchen, und wenn es nur 10 am Tag sind, mache ich in jedem Fall weiter. Das alleine beweist mir, dass die Schreiberei nicht unsonst ist. Bringt ja nebenbei natürlich noch jede Menge Spaß.

  2. plerzelwupp says:

    Mein Blog ist auch relativ jung und bescheiden. Deshalb steht es mir eigentlich nicht zu, über meine “Blogger-Erfahrungen” zu berichten. ;-)

    Nun, es ist mal so und mal so.
    Ich freue mich ganz besonder über die Besucher aus meiner Blogroll – die Stammkundschaft sozusagen. Das sind im Großen und Ganzen auch die fleißigsten Poster. Der Großteil der Kommentare kommt von ihnen. Natürlich schaue ich auch gerne auf deren Blogs vorbei.

    Was die Zugriffszahlen betrifft, so poste ich auch gerne mal bei Yigg, newstube & Co und erhoffe mir auch “Laufkundschaft”. – 45% meiner Besucher kommen von Google. Aber wie gesagt: Im kleinen Stil – die wenigsten bleiben hängen. Ein Versuch ist es allemal Wert.

  3. Nila says:

    Mein Blog ist auch eher bescheiden. Ein privater Hobbyblog. Darum wird er auch größenteils von Bloggern selber besucht, die dann ab und an auch kommentieren.
    Meist die, die auch ich gerne auf ihren Blogs besuche. Bzw. aus meinem Blogroll und Feedreader.
    Schreiben tu ich sicherlich in erster Linie für mich selber. Und klar, freut man sich über Kommentare. Das zeigt, das der eine oder andere Artikel auch gefällt und spornt zum Weiterschreiben an. Außerdem poliert es irgendwie das Ego loool… Ich denke mal, dass mein Blog auch eher so klein bleiben wird. Dafür ist alles übersichtlich ;)

  4. Symm says:

    Ich glaube solange man eine solche einstellung habt wie ihr, halten sich die Blogs auch. Ich habe den Blog damals nach 5 Monaten auf Eis gelegt, weil nicht so die Rückmeldungen kamen. Aber nun ist es mir auch egal, ob ein Artikel 0 oder 10 Kommentare hat.

  5. Rio says:

    Ich denke schon, dass es großenteils ebenfalls Blogger sind die bei mir Lesen, ist aber schwer zu sagen. Blogger sind zumindest ca. 98 % der Kommentatoren. Ich weiss aber auch aus Forenzeiten, dass viele sich einfach scheuen oder auch keine Lust haben, zu kommentieren. Wie hoch da die Dunkelziffer ist, vermag wohl niemand zu sagen. Ich weiss aber, das es so einige sind.

  6. Retronaut says:

    Hi, sorry hab erst jetzt mitbekommen, dass Du umgezogen bist. Da ist man mal kurz anderweitig beschäftigt und bumms bist de weg^^

    Ganz klar, bloggen ist was für Blogger! Blogger lesen Blogs und kommentieren in Blogs. Deswegen ist meiner Meinung nach auch der Ganze Stress, den sich einige ums Google-Ranking usw., machen völlig nutzlos. Eventuell stolpert mal ein Unwissender über Deinen Blog, aber der liest mit 100%-Sicherheit nur das Thema, über das er per Google bei Dir gelandet ist, ward danach aber nie mehr gesehen.
    Das finde ich persönlich aber eigentlich auch gar nicht weiter schlimm. Irgendwie ist der “Blogger-Club” ähnlich wie mehrere kleine Cliquen. Man kennt sich. Man hat seine Vorlieben. Einige Blogs liest man fest und immer wieder. Andere entdeckt man neu, weil sie einen Kommentar in einem Blog hinterlassen haben den man selber liest. Einige Leser bleiben eine Weile, dann verschwinden sie wieder, vermutlich weil sie Dein Thema oder Deine Schreibe doch nicht so toll finden. Weil sie keine Zeit oder Lust mehr haben…
    Es ist ein Kommen, ein Gehen, ein Treffen und ein Wiedertreffen.
    Für mich macht eigentlich genau das den Reiz aus!

    Übrigens trotzdem sollte man, meiner Meinung nach, immer nur für sich schreiben. Wenn es anderen gefällt, prima. Freut einen natürlich! Aber wenn ich mich irgendwann hinsetze und überlege: “Was wollen meine Besucher wohl lesen?”, dann höre ich besser auf.

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