Google schuld an der Erderwärmung?

Vor kurzen wurde mal wieder eine Studie zum Thema Umweltschutz veröffentlich. Thema Diesmal: Wieviel CO2 Verursacht der Internet. Hier ein Auszug aus dem heise.de Artikel.

Die Internetnutzung erhöht den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen. Das Marktforschungsunternehmen Gartner schätzt, dass die IKT-Branche insgesamt für 2 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, etwa so viel wie die Luftfahrtbranche. Bei der Internetnutzung ist es die massenhafte Aktivität, die aus jeweils winzigem Energiebedarf zu erheblichen Werten führt.

Darauf weist der Physiker Alex Wissner-Gross von der Harvard University in einem Artikel in der britischen Times hin. Nicht ganz uneigennützig, denn er bietet mit CO2Stats die Möglichkeit an, gegen eine monatliche Gebühr den Energieverbrauch von Websites zu berechnen, diese energieeffizienter zu machen und durch den Bezug erneuerbarer Energien die CO2-Emissionen zu neutralisieren. Dafür gibt es dann ein Zertifikat für den Betreiber der “grünen” Website.

Experten Schätzen das Alleine eine Normale Google suche bis zu 10g CO2 Verunrsacht. Je nachdem ob der Computer dazu erst hochgefahren werden muss. In dieser Rechnung sind alle Faktoren Berücksichtigt, wie z.B Der Stromverbrauch bei Google Selbst oder der zu Hause beim User.

“Google betreibt riesige Datenzentren auf der ganzen Welt, die eine Menge an Energie verbrauchen”, sagt Wissner-Gross. “Eine Google-Suche wirkt sich definitiv auf die Umwelt aus.” Zwar veröffentlicht Google keine Zahlen über den Energieverbrauch, berichtet die Times, aber eine Google-Suche verbraucht deshalb relativ viel Energie, weil die Anfrage an mehrere Server in oft weit voneinander entfernten Datenzentren geht. Das beschleunigt die Suche, kann aber auch den Energieverbrauch steigern. Da Google primär auf Schnelligkeit setze, so Wissner-Gross, müssten große Mengen an zusätzlicher Kapazität vorhanden sein, die Energie verbrauchen.

Und damit nicht genug das Aufrufen einer Website verursacht ca. 0,02 g CO2 PRO SEKUNDE.  Und das das ganze soviel CO2 Verursacht wie die Flugindustrie ist schon erstaunlich.  Das dramatische ist nun das die Mengen die durch das Internet fliessen immer grösser werden.  Web 2.0 Sei dank.  Sind wir, die täglich Surfen nun die Umweltterroristen des 21. Jahrhunderts. Würdet ihr euer Surfverhalten ändern? Bzw. Bei eurer Eigenen Webseite auf die Energieeffizienz achten?

Hier nochmal der Komplette Artikel bei heise.de

In diesem Sinne, Symm

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3 Responses to Google schuld an der Erderwärmung?

  1. Symm says:

    Ich habs schon immer gewusst, SL is evil. Wobei man halt sehen muss wo die server stehen. Ich denke server in Deutschland (wie PW MS) sind umweltschonender als Server in Chino, wo noch viel mehr mit Kohle usw. geheizt wird.

  2. Dragonlover says:

    Also ich würde dies nicht umbedingt alles an Google festmachen wollen. Es ist der größte Anbieter und alle nutzen ihn, aber es hätte auch anders kommen können und die Suchanfragen wären verteilter gewesen. Diese Anfragen wären dadurch aber nicht weniger geworden.
    Das Surfverhalten könnte man wohl kaum ändern aber für die eigene Webseite könnte man natürlich weniger Bilder, einen dunklen Hintergrund wählen (Was eigentlich auch für Google gut wäre aber nicht gewünscht ist) etc. Aber um tatsächlich etwas zu bewirken müssen einfach noch viel mehr umweltschonendere Techniken entwickelt und energiesparendere Geräte eingesetzt und verkauft werden.

    Falls es dich interessiert: Es gab auch eine Studie über “virtuelle Onlinewelten und CO2″ am Beispiel Second Life:

    - Lindenlabs hat derzeit 2000 Server
    - Für maximal 36.000 gleichzeitige Benutzer
    - Ein Avatar braucht 195 Kwh pro Jahr (nur auf dem Server!)
    - Das sind 332kg CO2 pro Jahr

    Ein Second Life Avatar erzeugt im Jahr so viel CO2 wie 2734 km Autofahren.

    Das könnte man auch auf populärere Spiele wie WoW ausweiten, die wohlmöglich das doppelt- und dreifache verbrauchen.

  3. Sascha says:

    Von der Seite aus hab ich das noch nie betrachtet. Wobei ich Dragonlovers Gedankenspiel da gerne noch etwas vorantreiben möchte und daher einfach mal behaupte, dass Google aus CO2-Sicht sogar ein Segen ist. Denn als DIE zentrale Suchmaschine wird halt vorwiegend Google für Suchanfragen genutzt. Gäbe es Google nicht und es würde sich alles auf mehrere Suchmaschinen verteilen, dann würden die meisten Leute auch direkt bei mehreren Suchmaschinen ihre Anfrage setzen oder dies -wie früher oft der Fall- über eine Metasuchmaschine machen lassen, die dann ihrerseits eben alle möglichen kleinen Suchmaschinen abfragt… da würde die CO2-Belastung durch die gesteigerten Mehranfragen sicherlich nicht geringer werden ;)

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